Ein historischer Ort
Charles de Gaulle wurde am 22. November 1890 in Lille, in der Rue
Princesse 9, im Hause seiner Großeltern mütterlicherseits, Jules-Emile
und Julia Maillot, Textilindustrielle, geboren. Das Geburtshaus wurde
1990 unter Denkmalschutz gestellt und ist heute im Besitz der Stiftung
Charles de Gaulle. Es ist seit 1983, dank einer nationalen Spendenaktion
die seine Sanierung erlaubt hat, wieder der Öffentlichkeit zugänglich.
Seit 1995 wurden umfangreiche innenarchitektonische Arbeiten unternommen.
Durch die Familienandenken und die persönlichen Exponate, die in diesem
Haus zusammengetragen wurden, taucht der Besucher in die Atmosphäre
die zur Zeit der Geburt des Generals herrschen konnte, ein. Die Erinnerung
an den Alltag seiner Großeltern erlaubt das Wachrufen des Lebens in
dieser Region Nordfrankreichs am Ende des 19. Jahrhunderts und besonders
der Überlieferungen und Gepflogenheiten einer typischen bürgerlichen
Familie dieser Zeit. Jeder Raum gibt Anlaß einen Abschnitt des Lebens
und der Jugend von Charles de Gaulle zu erwähnen.
Ein Mittel zur kulturellen Vermittlung
Als Mittel zur kulturellen Vermittlung versteht sich das Geburtshaus
Charles de Gaulle als Herzstück in der Betrachtung der Geschichte,
des Gedächnisses und des Patrimoniums, aufgewertet durch Digitaltechnologie
und Mehrsprachigkeit, das die Interaktivität, die Begegnung und den
Dialog bevorzugt.
Das Ausbauprogramm gliedert sich in 3 Teilen :
Die Darstellung des Gedächnisses dreht sich um die Geburt und die
Jugend von Charles de Gaulle und beruht auf die Hervorhebung des Hauses
dank einer Inszenierung, die die familiären, historischen und soziologischen
Aspekte übernimmt;
Der Einsatz eines multimedialen Ressourcenzentrums, das an das lokale,
regionale und europäische Publikum angepaßt ist ;
Die Schaffung von Sonderausstellungsflächen mit einer jährlichen Programmgestaltung
im Zusammenhang mit den von den Kulturzentren behandelten Themen und
in Zusammenarbeit mit anderen Museen und kulturellen Strukturen.
Als Ort des Gedenkens und kulturelles Mittel einer großen Persönlichkeit
der gegenwärtigen Geschichte Europas bietet das Geburtshaus Charles
de Gaulle eine Zusammenarbeit und eine Vernetzung der kulturellen
Institutionen um die Beziehungen zwischen den nationalen und europäischen
Gedenkstätten zu fördern und zu erweitern. |
Erste Phase :
die « Geschichtsfabrik » (im Januar 2004 vollendet)
Die ehemalige Tüllfabrik von Jules-Emile Maillot, dem Großvater mütterlicherseits
von Charles de Gaulle, erwacht heute als « historischer Produktionsort
», Schmelztiegel einer lebendigen Geschichte.
Die Geschichtsfabrik besteht aus :
Ein Empfangsraum :
Vier interaktive Bildschirme stehen dem Publikum zur Verfügung und behandeln
:
die Aktivitäten des Geburtshauses
die « Gedenkwege » (« Chemins de Mémoire ») und der Tourismus in der Région
Nord Pas de Calais
die Charles de Gaulle gewidmeten Orte
die Gedenkstätten und orte der Geschichte des 20. Jahrhunderts
Eine ständige Ausstellung :
Ein chronologisches Schaubild in drei Teilen führt das Leben von Charles
de Gaulle vor.
Die Entstehung eines großen Mannes 1890-1940
Der Widerstandskämpfer, der Befreier 1940-1946
Der Staatsmann 1958-1970
Ein multimediales Ressourcenzentrum :
Es stellt den Besuchern elf vernetzte Computer und eine spezialisierte
Bibliothek zur Verfügung. Es erlaubt den Zugriff auf eine Auswahl an Webseiten,
eine Datenbank, CD-ROMs über das Handeln von Charles de Gaulle, seine
Geschichte, sein Werk. Im Rahmen der vom französischen Verteidigungsministerium
eingeleiteten « Gedenkwege » (« Chemins de Mémoire ») ist dieses Zentrum
mit den anderen Gedenkstätten der Region vernetzt. Das Ressourcenzentrum
bietet außerdem traditionnelle Archive, Dokumente die für persönliche
Forschungen sowie im Rahmen didaktischer Schulprojekte vor Ort eingesehen
werden können. Die Lehrer können in unseren Räumlichkeiten unter Anleitung
eines Multimediabetreuers Workshops vorbereiten.
Das Forum :
Sowohl audiovisueller Vorführungssaal als auch Konferenzraum bietet dieser
Raum eine Aufnahmekapazität für 50 Sitzplätze (erweiterbar auf 90 Plätze).
Ein Programmplan mit audiovisuellen Dokumentaren und Archiven wird bei
Besichtigung des Geburtshauses vorgeschlagen.
Ein pädagogischer Raum :
Im oberen Stockwerk ist ein Spielraum vollständig den jüngeren Besuchern
gewidmet. Dieser Raum ist mit drei Computern, kindergerechten Möbeln und
Materialien sowie diversen spielerischen Beschäftigungen ausgestattet,
und begünstigt somit die Entdeckung der Geschichte des 20. Jahrhunderts
aber auch der Erdkunde und des sozialpolitischen Lebens.
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Die zweite Phase :
Einrichtung des Elternhauses (Ende der Bauarbeiten
Juni 2005)
Diese zweite Phase beabsichtigt die museugraphische Einrichtung
des Elternhauses und die Bereitstellung von Sonderausstellungsflächen
auf den beiden Etagen des rechten Flügels. Ein Aufzug ermöglicht den
Zugang für behinderte Besucher.
Einrichtung des Hauses
Auf eine vorangehende historische Untersuchung beruhend, führt das
Projekt der Rehabilitierung der Räume des Elternhauses zur Schaffung
eines neuen Besucherparcours, das durch die Einrichtung von vier Erklärungsschläusen
die bereits vorhandenen Räume in ihrem zugeordneten historischen Umfeld
zur Geltung bringen soll :
Der erste Raum ist dem Hintergrund von Lille von 1870 bis 1914 gewidmet
:
Vorstellung des Urbanismus und der Architektur der Stadt Lille Ende
des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts (Graphiken und Fotographien)
Veranschaulichung des Lebens der Gesellschaft in Lille um die Jahrhundertwende
(Videoproduktion)
Geschichte des Stadtviertels, der Rue Princesse und des Geburtshauses
von den Anfängen bis heute (interaktiver Bildschirm)
Der zweite Raum erinnert an das Erbe des jungen Charles de Gaulle
dank einer genealogischen und kulturellen Betrachtungsweise durch
drei Auslegungsebenen und drei szenographischen Maßnahmen :
Eintauchen des Besuchers in die familiäre Umgebung mit der Vorstellung
der Stammbäume beider Familien (Maillot und de Gaulle) von Charles
de Gaulle (Medaillons)
Vorstellung der Kindheit und der Generation von Charles de Gaulle
(Videovorstellung)
Geschichte der Erbschaften durch Interviews, Zeugenaussagen und durch
Werte, Traditionen (Tonträger)
Der dritte Raum enthüllt durch eine biographische und menschliche
Betrachtungsweise den jungen Mann Charles de Gaulle, seine Persönlichkeit,
seine Ausbildung, und die Entstehung seiner Berufung zwischen 1900
und 1912. Am Boden begleitet ein Modell den Besucher durch drei Lebensabschnitte
:
die religiöse Ausbildung zwischen 1900 und 1907
ein Vorbereitungsjahr 1908-1909
die militärische Ausbildung 1909-1912
maison.natale@charles-de-gaulle.org
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Die zweite Phase :
Einrichtung des rechten Flügels Einrichtung des rechten Flügels
ein neuer Empfangsraum und eine Boutique
150 m2 Sonderausstellungsflächen
Zugang für behinderte Besucher Gesamtplan
Endgültige Eröffnung
: Sommer 2005
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